Interview

»Gute Kommunikationstools schützen uns davor, Informationen an falsche Empfänger zu senden«

Hybrides Arbeiten, also im Büro, daheim und von unterwegs, wird uns in den kommenden Jahren erhalten bleiben. Die Nutzer werden bei ihren Kommunikationstools hinsichtlich Bedienbarkeit und Sicherheit immer anspruchsvoller. Wie dabei technische Hilfsmittel wie das Protokoll MLS aber auch der Unternehmenskultur helfen können, haben wir Morten Brøgger, CEO von Wire, gefragt.
Seit mehr als zwei Jahren arbeiten viele Teams in Unternehmen gezwungenermaßen remote miteinander. Und die Pandemie wird die Art zu arbeiten auch nach ihrem ... (mehr)

»Wie sehen Ihrer Meinung nach die derzeitigen Trends im Bereich Kollaboration aus und welches Thema treibt den deutschen Mittelstand dabei besonders um?«

Morten Brøgger: Erstens bleibt der Trend zum hybriden Arbeiten bestehen, auch nachdem Corona-Beschränkungen gelockert worden sind. Mitarbeiter wollen die neu gewonnene Flexibilität nicht aufgeben – dementsprechend werden immer mehr Möglichkeiten zur dezentralen Zusammenarbeit gebraucht, die langfristig funktionieren. Für IT-Profis bedeutet das einen hohen Aufwand, denn sie sollen jetzt Tools bereitstellen, die gleichzeitig eine verlässliche Kollaboration vor Ort und im Home Office gewährleisten. Zweitens sehen wir eine zunehmende Konsolidierung von Tools und Lösungen zu einer umfassenden Plattform. Hier zeigt sich ein Wandel: Während zu Beginn der Pandemie vor allem die Sicherheit und Stabilität der Kommunikationskanäle Priorität hatten, muss Kommunikation nun zusätzlich effizient gestaltet sein. Die Ansprüche sind also gestiegen.

»Messaging hat in Zeiten dezentralen Arbeitens an Bedeutung gewonnen. Doch gerade was das Back up und rechtskonforme Archivierung betrifft, hinken Messaging-Werkzeuge oft noch dem Klassiker E-Mail hinterher. Was gilt es für Unternehmen hier zu bedenken?«

Das ist besonders in Deutschland und Europa ein heißes Thema. Zunächst einmal, und das dürfte eigentlich offensichtlich sein, müssen Tools DSGVO-konform sein. Daneben lohnt es sich auf Funktionen zu achten, die die Kommunikation übersichtlicher gestalten. Das geht zum Beispiel mit selbstlöschenden Nachrichten – so lassen sich sensible oder auch unwichtige Nachrichten bereits vor dem Versand als vergänglich einstufen. Denn seien wir mal ehrlich, was man zum Mittagessen hatte oder der Hinweis, dass man vor drei Wochen einen Tag nicht erreichbar sein werde, ist wohl nicht langfristig von Bedeutung.

»Worauf sollten Firmen beim

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