Aus dem Forschungslabor

Bitte berühren

Die heutigen Virtual-Reality-Systeme schaffen es bereits, dass der Nutzer optisch vollkommen in eine andere Welt eintauchen kann. Sei dies eine Landschaft voller Zwerge und Oger im neuesten Lieblingsspiel oder der Blick auf einen Defekt in einem entfernten System durch einen Servicetechniker. Mangelware ist jedoch die Haptik, die es erlauben würde, Gegenstände mit den Händen zu ertasten. Forscher der Carnegie Mellon University haben nun solch ein System entwickelt.
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Das neuartige Gerät setzt auf mehrere mit Händen und Fingern verbundene Drähte, die in Kombination mit einer VR-Brille in der Lage sind, die Berührung von Gegenständen zu simulieren. Nähert sich die Hand des Nutzers beispielsweise einer virtuellen Wand, arretieren die Drähte und sorgen so für das Gefühl, ein tatsächliches physisches Objekt zu berühren. Durch die detaillierte Steuerung der Länge der Drähte lässt sich zudem die Wahrnehmung von Konturen in virtuelle Realitäten integrieren.

Niedrige Kosten im Blick

Die Entwicklerin des Geräts, Cathy Fang von der Carnegie Mellon University, hatte nach eigenen Aussagen insbesondere wenig Gewicht, geringen Stromverbrauch und niedrige Herstellungskosten im Blick. Fang und ihr Team waren wie viele andere der Ansicht, dass das derzeitig verbreitete Vibrieren von Controllern zur Anzeige von Hindernissen viel zu wenig für ein echtes VR-Erlebnis sei.

Während andere Forscherteams mit dem gleichen Ziel auf Motoren setzen, um den mechanischen Widerstand zu simulieren, kam dies für die Forscher der Carnegie Mellon University nicht in Frage. Denn Elektromotoren würden das Gerät zu schwer machen und zu viel Energie verbrauchen, was das Gewicht zusätzlich durch Batterien steigern würde.

 So entschloss sich das Forscherteam, auf federbelastete Retraktoren zu setzen. Diese fremdwortbelastete Technologie findet sich im Alltag in Schlüsselanhängern oder Hundeleinen. Für das neuartige Gerät kamen dabei elektronisch steuerbare Ratschen zum Einsatz, die den Draht zu Hand und Finger äußerst schnell einrasten lassen können.

Das komplette Gerät wiegt kaum mehr als 300 Gramm und soll für unter 50 US-Dollar dem Endverbraucher zur Verfügung stehen.

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