Neue Turbo-Speicher von Seagate

16.03.2011

Den Enterprise-Markt für High-Performance-Speicher und Datensilos hoher Kapazität peilt der Storage-Hersteller Seagate mit einer ganzen Reihe neuer Produkte an, die er jetzt der Öffentlichkeit vorstellte. Darunter befinden sich konventionelle 2,5-Zoll-Festplatten und SSDs.

 

Die neuen SSDs der Marken Pulsar.2 und Pulsar XT.2 adressieren den obersten Layer eines geschichteten Speichermodells, der relativ klein (und auch teuer) ist und Daten vorbehalten bleibt, auf die man mit der höchstmöglichen Performance zugreifen will. Pulsar.2 besteht aus NAND-Flash-Modulen hoher Speicherdichte (MLC, Multi Level Cell), die bei wahlfreien Zugriffen durch den Wegfall der Kopfbewegungen etwa hundertmal schneller als gute Festplatten sind und bei sequentiellen Zugriffen die Platte immer noch um 50 Prozent übertreffen. Auch die Zuverlässigkeit ist sehr hoch: Zu Buche steht eine jährliche Ausfallrate (AFR) von nur 0,44 Prozent und eine Mean Time Between Failures (MTBF) von 2 Millionen Stunden. Der gesamte Inhalt des Laufwerks darf während seiner Lebenszeit bis zu zehnmal am Tag komplett überschrieben werden.
 
Die XT.2-Serie verwendet SLCs (Single Level Cells) und erreicht wegen der damit verbundenen geringeren Speicherdichte mit 400 GByte auch nur maximal die Hälfte der Kapazität des Schwesterprodukts. Dafür sind hier 35 "full drive writes" am Tag erlaubt und die Performance erreicht bei gleicher Zuverlässigkeit 48000 lesende und 22000 schreibende I/O-Operationen pro Sekunde. Beide SSDs sind mit einem 6 Gb/s-SAS-Interface ausgestattet.
 
Unter den neuen Festplattenprodukten herkömmlicher Bauart, bei denen sich immer stärker der 2,5-Zoll-Formfaktor durchsetzt, ist erstmals eine einzelne Platte mit 3 TByte Fassungsvermögen (Constellation ES.2). Eine weitere Neuerung ist ein "RAID Rebuild" getauftes Feature, das es ermöglichen soll den üblicherweise sehr zeitaufwändigen Prozess des Neuaufbaus einer RAID-Gruppe nach Plattenausfall um bis zu 80 Prozent zu verkürzen. Dabei soll es ein spezieller Command Set erlauben, auf noch intakte Daten der geschädigten Platte zuzugreifen, sodass diese nicht aus den Parity-Informationen des RAID rekonstruiert zu werden brauchen. Allerdings müssen die dafür nötigen proprietären Kommandos vom Plattencontroller unterstützt werden - entsprechende Controller befinden sich erst in Entwicklung. Zu Preisen wollte sich Seagate in keinem Fall äußern. (jcb)

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