Editorial

Alle meine Wölklein

Längst stehen Firmen mit einem Fuß in der Cloud. Um den Übergang in die Wolke möglichst reibungslos zu gestalten, dreht sich der Schwerpunkt im Juni-Heft um ... (mehr)

Irgendwie hat sich die Hybrid Cloud, der wir in dieser Ausgabe unseren Schwerpunkt widmen, als das Nonplusultra für den Betrieb einer modernen und leistungsfähigen IT-Infrastruktur durchgesetzt. Der IT-Verantwortliche ist damit in der Lage, geheime oder sensitive Daten im Unternehmen zu belassen und gleichzeitig von allen Vorteilen öffentlicher Clouddiensten zu profitieren. Wird dazu auch noch lokal virtualisiert, lassen sich VMs bei Lastspitzen in die Wolke schieben – das Unternehmen agiert agil und kostenbewusst. Doch unser "irgendwie" am Anfang mag schon den Verdacht wecken, dass ein Widerspruch in den Startlöchern steht. Denn die oft von Anbieterseite propagierte Vereinfachung des IT-Betriebs auf das Schlagwort Hybrid Cloud, führt den IT-Verantwortlichen nur allzu oft aufs Glatteis.

Dabei geht es gar nicht darum, die genannten Vorteile einer Hybrid-Cloud-Infrastruktur in Frage zu stellen. Diese reichen ja sogar noch weiter, denken wir beispielsweise an die Option, sich über die Cloud Dienste und damit Know-how ins Haus zu holen, die bis dato unerschwinglich oder mit der vorhandenen IT-Mannschaft nicht zu bewältigen waren. Die Gefahr liegt vielmehr in der mit Hybrid Clouds einhergehenden Unterschlagung von Komplexität. Natürlich profitiert eine Firma, wenn sie unkritische Daten nicht mehr lokal auf einem womöglich sehr teuren Filer vorhält, sondern diese zu einem Bruchteil der Kosten in den Langzeitspeicher eines Cloudproviders schiebt. Genauso verhält es sich dann einige Monate später, wenn das in die Jahre gekommene CRM-System beispielsweise Salesforce weicht. Kurz darauf benötigt das Marketing für eine große Aktion Rechenkraft in einer Public Cloud und schon ist der IT-Leiter eines mittelständischen Unternehmens vom Verantwortlichen für einen überschaubaren lokalen IT-Park zum Manager einer Multicloud geworden.

Doch die Verwaltung einer Multicloud in einem KMU ist fast alle Expertenmeinungen nach eine große, wenn nicht gar zu große Herausforderung. Konzerne nutzen hier beispielweise ein Werkzeug wie das von uns ab Seite 14 getestete CloudWisdom, allein um die Kosten der Anbieter vergleichen und somit optimieren zu können. Gleichwohl sind ineffizient allokierte finanzielle Ressourcen oft das kleinste Problem solcher Umgebungen. Darüber hinaus gilt es beispielsweise zu ermitteln, welche Workload in welcher Cloud am besten läuft. Nur wie ist zu verfahren, wenn das Risiko wie etwa mangelnde Verfügbarkeit bei der performanteren Cloud größer ist als bei der langsameren oder die Sicherheitsmaßnahmen schwächer? IT-Administrator navigiert Sie in dieser Ausgabe durch die Wolken.

John Pardey

Chefredakteur

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Ausgabe /2021