Egal, um welchen Dienst es sich dreht, den Benutzern geht es immer zu langsam. Der Schwerpunkt des ADMIN-Magazins 05/2011 verrät, mit welchen Tools man ... (mehr)

Vergleich von Snapshots

Damit Sie mit dem Tool eine Messung durchführen können, erstellen Sie erst einen Snapshot, installieren dann die entsprechende Anwendung und erstellen einen weiteren Snapshot. Anschließend haben Sie die Möglichkeit die beiden Snapshots miteinander zu vergleichen:

  • Starten Sie Windows System State Analyzer.
  • Aktivieren Sie die Registerkarte »Snapshot« .
  • Belassen Sie die Option »Create New« .
  • Legen Sie den Pfad fest, in dem Windows den Snapshot speichern soll.
  • Klicken Sie auf »Start« .

Das Tool erstellt einen Schnappschuss des aktuellen Systemzustandes. Das kann mehrere Minuten dauern. Sie sehen den Status im unteren Bereich des Fensters. Anschließend installieren Sie die Anwendung, deren Änderungen Sie überwachen wollen. Dabei lassen Sie WSSA gestartet. Führen Sie ansonsten keinerlei Änderungen durch, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Haben Sie die Anwendung installiert, klicken Sie auf der rechten Seite des Tools auf die Option »Create New« . Wählen Sie auch hier den Pfad aus.

Ihnen stehen anschließend beide Schnappschüsse zur Verfügung und Sie können die Änderungen vergleichen. Dazu klicken Sie unten im Fenster auf die Schaltfläche »Compare« . Anschließend beginnt das Tool die beiden Schnappschüsse miteinander zu vergleichen und zeigt die vorgenommenen Änderungen an. Im neuen Fenster zeigt das Tool Änderungen strukturiert nach Dateisystem, Registry, Dienste und Treiber an (Abbildung 4).

Abbildung 4: Erstellen von Snapshots zum Erkennen von Systemänderungen.

Boot-Zeit

Neben der reinen Leistungsmessung mit Zusatztools bietet Windows 7 auch interne Möglichkeiten, um kleinere Messungen durchzuführen. Nehmen Sie Tuningmaßnahmen an Installationen von Windows 7 vor, ist es sinnvoll zu erfahren, wie sich diese auf den Systemstart auswirken. Den Zeitraum, den Windows zum Starten braucht, hält das Betriebssystem in der Ereignisanzeige fest. Auf folgendem Weg zeigen Sie den Zeitraum an:

  • Geben Sie »eventvwr« im Suchfeld des Startmenüs ein.
  • Navigieren Sie zu »Anwendungs- und Dienstprotokolle | Microsoft | Windows | Diagnostics-Performance | Betriebsbereit« .
  • Ereignisse mit der ID 100 zeigen die Startdauer an, Ereignisse mit der ID 200 die Dauer zum Herunterfahren.

In Windows Server 2008 R2 fehlt diese Diagnosemöglichkeit jedoch.

Geben Sie den Begriff Zuverlässigkeit im Suchfeld des Startmenüs ein, erstellt Windows 7 einen Bericht, über den Sie Fehler und Informationen zum Betriebssystem schnell und einfach anzeigen können. Sie bekommen einen Index der Systemleistung angezeigt und erhalten zusätzliche Informationen, wenn Sie eine Meldung anklicken. Auch auf diesem Weg können Sie Änderungen erkennen und zusammen mit den anderen erwähnten Tools feststellen, warum das System zu einem bestimmten Zeitraum nicht zuverlässig funktioniert hat.

Infos

  1. Windows Performance Analysis Developer Center: http://msdn.microsoft.com/de-de/performance/cc752957
  2. Dotnet Framework Developer Center: http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=187668
  3. Windows On/Off Transition Performance Analysis: http://msdn.microsoft.com/en-us/windows/hardware/gg463386.aspx
  4. Blog von Didier Stevens: http://blog.didierstevens.com
  5. DiskMon für Windows 2.01: http://technet.microsoft.com/de-de/sysinternals/bb896646
  6. Software Certification Toolkit 32 Bit: http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=140110
  7. Software Certification Toolkit 64 Bit: http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=140109

Der Autor

Thomas Joos ist freiberuflicher IT-Consultant und seit über 20 Jahren in der IT tätig. Neben seinen Projekten schreibt er praxisnahe Fachbücher und Fachartikel rund um Windows und andere Microsoft-Themen. Online ist er unter der Adresse http://thomasjoos.spaces.live.com anzutreffen.

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