Strom sparender Computereinsatz hilft nicht zuletzt auch Kosten zu senken. ADMIN 02/2011 geht der Frage nach, was Administratoren tun können, damit ihre ... (mehr)

Bodenständig stabil

Twiki benötigt neben Perl (5.6.1 oder neuer, Version 5.8.4 oder neuer wird empfohlen) eine Reihe von CPAN-Modulen, welche die Dokumentation auflistet. Darüber hinaus verwendet die Engine einige GNU-Tools wie Diff, Patch und Egrep/Fgrep. Cron und ein Webserver (Empfehlung der Entwickler: Apache) sind ebenfalls Voraussetzung. Ist Twiki erst einmal installiert, dann läuft und läuft es und erfreut den Verwalter mit zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten innerhalb des Wiki (siehe Abbildung 4 ). Aber bis dahin geht nichts ohne Perl-kundige Hände.

Abbildung 4: Vor die Twiki-Engine haben die Entwickler Perl gesetzt. Danach überzeugt das System aber durch komfortable Einrichtungsmöglichkeiten, die alle auf einer Seite versammelt sind.

Twiki gehört zu den Engines im Test, die auf eine Datenbank verzichten und die Inhalte im Dateisystem des Servers ablegen. Die Versionskontrolle ist in Perl im Wiki selbst implementiert, optional kann der Admin aber auch RCS [19] verwenden.

Ähnlich wie bei Dokuwiki existieren zahlreiche Erweiterungen für die Engine. Zu den interessantesten Plugins gehört sicherlich Twiki Draw [20] , mit dem der Benutzer gleichzeitig Text, Grafiken und Diagramme innerhalb des Wiki bearbeiten kann. Auch wenn das Markup kein Creole unterstützt, ist es doch relativ intuitiv (siehe Listing 4 ).

Listing 4

Twiki-Markup

 

Twiki verwaltet die Metadaten einer Seite mit Formularen, während Mediawiki auf Kategorien setzt. Dient ein Wiki beispielsweise als Projektmanagement-Tool, kann der Nutzer jeder Task innerhalb eines Projekts auch eine eigene Seite zuordnen und über ein eingebettetes Formular den Status der Aufgabe verändern.

Twiki erlaubt darüber hinaus eine schnelle Suche über diese Meta-Informationen und gibt auf Knopfdruck beispielsweise alle Tasks aus, deren Status auf »erledigt« gesetzt ist.

Tikiwiki

Tikiwiki [21] präsentiert sich als eierlegende Wollmilchsau und versammelt alles unter einer Oberfläche: Wiki, Blog, Forum, Terminverwaltung, Bildergalerie, CMS, DMS, Groupware, Community – Lebensmittelpunkt. Vom Look & Feel her erinnert Tikiwiki an PHP Bulletin Board [22] . Mit einem normalen Wiki hat die Engine eigentlich nichts mehr gemein und die Benutzerfreundlichkeit leidet schwer unter der "Featuritis im Endstadium".

Dafür gibt es an der Installationsprozedur wenig zu meckern. Wie die meisten Community-Tools ist Tikiwiki in PHP geschrieben und fordert als Backend eine MySQL-Datenbank. Das Einrichten per Webbrowser läuft tadellos – von Grundfunktionen über Plugins bis hin zur Auswahl verschiedener Themes ist alles drin (siehe Abbildung 5 ). Auch das Markup ist relativ einfach zu erlernen, auch wenn es sich durchaus von der Auszeichnung der anderen Wikis unterscheidet (siehe Listing 5 ).

Listing 5

Tikiwiki-Markup

 

Abbildung 5: Die Administrations-Oberfläche von Tikiwiki sucht ihresgleichen. Aussehen, Sprache, Plugins, RSS-Feeds, Blogs und Foren richtet der Wiki-Betreiber an zentraler Stelle ein.

Tikiwiki eignet sich ideal, um schnell eine kleine Community-Plattform zusammenzuzimmern. Sind allerdings vor allem Wiki-Grundfunktionen gewünscht, sollte der Admin lieber zu einer anderen Engine greifen, da die Fülle der Möglichkeiten schnell überfordert und die Wiki-Funktionalität nur Beiwerk ist.

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