NetApp StorageGRID 11.4

S3 selbstgestrickt

Nicht jedes Unternehmen, das einen leistungsfähigen Objektspeicher mit Unterstützung der APIs von Amazon S3 und OpenStack Swift benötigt, will oder darf die Daten außerhalb des eigenen Rechenzentrums bei einem Provider in der Cloud ablegen. Vielmehr lautet die Anforderung oft: Cloudspeicher ja, aber bitte nicht in der Cloud. Die Antwort auf diesen Spagat gibt StorageGRID von NetApp als On-Premises-Speicher für unstrukturierte Daten. Im Test haben uns vor allem die
variablen Konfigurationsmöglichkeiten gefallen.
Die Datenmengen in Unternehmen wachsen unaufhaltsam. Zunehmend wichtig wird daher das intelligente Aufbewahren und Bereitstellen der Informationen. Im Juni-Heft ... (mehr)

NetApp StorageGRID ist ein softwaredefiniertes, objektbasiertes Speicherprodukt, das die verbreiteten Industriestandard-Objekt-APIs unterstützt, inklusive der API für Amazons Simple Storage Service (S3) und der für Open­Stack Swift. Darüber hinaus spricht es mit einer optionalen NAS-Bridge-Appliance auch die Protokolle NFS und SMB. Flexibel sind die Optionen zum Betrieb wahlweise als physische Appliance, virtuelle Maschinen unter VMware sowie als Docker-Container auf Linux-Hosts. Ebenso vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten als Platten-, Cloud- oder Archivspeicher entweder komplett getrennt im eigenen Datacenter oder in einer Hybrid-Cloud-Variante mit einer regelbasierten Auslagerung von Daten in öffentliche Clouds inklusive AWS und Azure. Im Fokus stehen Enterprise-Kunden, die große Mengen an unstrukturierten Daten als unveränderbare Objekte speichern wollen. Beispielsweise archiviert ProSieben­Sat.1 Media seine Inhalte auf einem mehrere PByte großen StorageGRID.

Klotzen statt kleckern

Um es gleich vorwegzunehmen: NetApps StorageGRID ist nicht dazu gedacht, wenige hundert GByte Objektspeicher bereitzustellen. Vielmehr bewegt sich alles im mindestens zweistelligen TByte-Bereich, auch bei der virtuellen Variante für VMware. Wie die Bezeichnung Grid (Gitter, Raster) vermuten lässt, besteht das Produkt aus einem Verbund mehrerer Einheiten. Erforderlich sind mindestens ein Admin-Knoten und drei Speicherknoten. Optional gibt es noch Gateway- und Archiv-Knoten sowie als Zusatz eine NAS-Bridge. Bei einem Aufbau unter VMware vSphere beansprucht jeder Knoten acht vCPU und 24 GByte vRAM. Jeder Speicherknoten benötigt mindestens drei logische Laufwerke (LUN) zu je 4 TByte, das Maximum sind 16 LUNs, die vom Hersteller getestete LUN-Größe beträgt 39 TByte. In der Minimalkonfiguration mit drei Speicherknoten à drei LUNs zu je 4 TByte bedarf es also bereits 36 TByte Plattenkapazität.

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