Buchbesprechung

Digni-Geld

Cloud-First-Strategien sind inzwischen die Regel und nicht mehr die Ausnahme und Workloads verlagern sich damit in die Cloud – auch Datenbanken. Dort geht es ... (mehr)

Die Automatisierung übernimmt immer mehr geistig fordernde Aufgaben – KIs, die bessere Krebsdiagnosen stellen als Ärzte, die Buchhaltung oder die Geldanlage übernehmen oder journalistische Texte zusammenstellen, sind nur einige Beispiele. Der Mensch zieht sich zunehmend in komplexere Tätigkeiten zurück, bis auch diese irgendwann automatisierbar sind. So lassen sich zwar die Produktivität steigern und Fehler vermeiden, doch basiert unser Wohlstand in der Regel auf Einkommen aus Arbeit. Arbeit, die uns die Maschinen wegnehmen. Wie unser Einkommen "in den Zeiten der Roboter" aussehen kann, erläutert Professor Christian Rieck im Buch "Digni- Geld". Seine Lösung: Ein neues Geld muss her. Geld, das als zugrundeliegenden Wert die Produktionsmittel hat und diese so quasi vergemeinschaftet. Die mögliche Technologie dahinter, um das Eigentum an physischen Werten flexibel aufteilbar und transferierbar zu gestalten, existiert bereits: Die Blockchain, auch wenn das Digni-Geld prinzipiell Technologie- agnostisch ist.

Um auch ökonomisch weniger bewanderten Lesern das Konzept näherzubringen, beleuchtet Christian Rieck in seinem 150-seitigen Buch vor allen Dingen die Grundlagen des Geldes samt der verschiedenen Darreichungsformen: Vollgeld, 100-Prozent-Geld, Mindestreservegeld. Auch nicht fehlen dürfen Aspekte wie Inflation, Deflation, Geldmengensteuerung, Kredite und Zinsen. Dieses – überaus verständlich – dargelegte Fundament macht sein Konzept am Ende des Buchs nachvollziehbar und verdeutlicht die Unterschiede zu unserem heutigen Mindestreservegeld. Ob sich Staaten beziehungsweise Zentralbanken die Hoheit über die Geldpolitik und die Geschäftsbanken das Schöpfen von Giralgeld aus dem Nichts heraus nehmen lassen, bleibt allerdings fraglich.

Fazit

Die Menschheit steuert technologisch wie wirtschaftlich auf einen großen Umbruch zu. Zwar mag der ein oder andere

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