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Netzwerkkarte übernimmt

Windows Server 2008 R2 unterstützt TCP Chimney Offload. Bei dieser Technik lassen sich Berechnungen für den Netzwerkverkehr vom Prozessor zu den Netzwerkkarten delegieren, was die Leistung des Rechners für Anwendungen und im Netzwerk erheblich beschleunigen kann. Diese Funktion nutzt auch Hyper-V in Windows Server 2008 R2. Damit diese Technik ihre optimale Wirkung entfaltet, müssen Sie sicherstellen, dass der Hyper-V-Host und die einzelnen virtuellen Maschinen für TCP Chimney Offload konfiguriert sind. Die Einstellungen dazu nehmen Sie in den Eigenschaften der Netzwerkverbindungen auf dem Host und den virtuellen Servern vor, sowie direkt im Betriebssystem in der Befehlszeile auf Host und virtuellen Servern.

Geben Sie auf dem Hyper-V-Host und den virtuellen Servern, in denen Sie die Funktion nutzen wollen, den Befehl »netsh int tcp set global chimney=enabled« ein. Um die Funktion zu deaktivieren, verwenden Sie »netsh int tcp set global chimney=disabled« . Um sich generell die Einstellungen anzeigen zu lassen, geben Sie »netsh int tcp show global« ein. Auf der Befehlszeile sehen Sie über »netstat -t« , ob die Abladung funktioniert.

Rufen Sie anschließend im Geräte-Manager der virtuellen Server und des Hosts die Eigenschaften der Netzwerkkarte auf, für die Sie die Funktion aktivieren wollen. Wechseln Sie auf die Registerkarte »Erweitert« und suchen Sie nach der Funktion »TCP-Prüfsummenabladung« . Stellen Sie sicher, dass »Rx & Tx-aktiviert« eingestellt ist (Abbildung  3).

Abbildung 3: Aktivieren von TCP Chimney Offload für Netzwerkkarten.

Hyper-V im Cluster: MAC-Adressen

Extrem wichtig sind die Einstellungen für virtuelle MAC-Adressen in den Einstellungen der virtuellen Netzwerkkarten. Hier müssen Sie für die Livemigration, beim Betrieb von Hyper-V im Cluster und vor allem bei der Aktivierung des Betriebssystems auf jeden Fall Einstellungen vornehmen, da Sie ansonsten ständig die Server neu aktivieren müssen. Außerdem spielen diese Einstellungen in NLB-Clustern mit Exchange Server 2010 und auch für Sharepoint Server 2010 eine wichtige Rolle, da die Kommunikation auch hier von MAC-Adressen abhängt.

Verschieben Sie einen virtuellen Server mit aktivierten dynamischen MAC-Adressen im Cluster auf einen anderen Host, ändert sich dessen MAC-Adresse beim nächsten Start. Im MSDN-Beitrag auf der Seite [1] finden Sie dazu umfangreiche Informationen. Jeder Hyper-V-Host verfügt über einen eigenen Pool dynamischer MAC-Adressen. Welche Adressen der Pool umfasst, sehen Sie im Hyper-V-Manager über den Manager für virtuelle Netzwerke im Bereich »MAC-Adressbereich« (Abbildung  4). Wenn sich die MAC-Adresse eines virtuellen Servers ändert, kann es sein, dass Sie das Betriebssystem neu aktivieren müssen oder ein virtueller NLB-Cluster nicht mehr funktioniert. Microsoft beschreibt diesen Fehler auf der Webseite [2] genauer. Aus diesem Grund ist es sehr empfehlenswert, die statische Zuordnung von MAC-Adressen für virtuelle Server zu aktivieren. Sie finden diese Einstellung im Bereich »Netzwerkkarte« der einzelnen virtuellen Server im Hyper-V-Manager.

Abbildung 4: Verwaltung der virtuellen MAC-Adressen in Hyper-V.

In diesen Einstellungen können Sie auch das Spoofing für Netzwerkkarten steuern. Hyper-V kann genau unterscheiden, welche Netzwerkdaten zu den einzelnen Servern gesendet werden sollen und verwendet dazu die MAC-Adresse des virtuellen Servers. Das heißt, virtuelle Server empfangen nur die Daten, die für ihre MAC-Adresse gedacht sind.

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