Facebook baut Drohne für Internet-Uplink

31.07.2015

Mit der Spannweite einer Verkehrsmaschine soll der motorisierte Segler über den gängigen Flughöhen kreisen. 

Facebook hat unter dem Namen "Aquila" (Adler) den Prototypen einer Drohne vorgestellt, die in Gebieten ohne Kabelanbindung die Versorgung mit Internet sicherstellen soll. Dazu wird die Drohne mit einer Flügelspannweite von 42m in einer Höhe zwischen 18.000 und 28.000 Metern kreisen. Tagsüber soll die Aquila-Drohne eine größere Flughöhe beibehalten und nachts in tiefer Lagen absinken, um Energie zu sparen. Die aus Kohlefaser gefertigten Propeller werden Solarzellen angetrieben, was einen dauernden Betrieb von mehreren Monaten ermöglichen soll. Die Flughöhe wird die Facebook-Drohne mit Hilfe eines Helium-gefüllten Ballons erreichen. 

Die Internet-Verbindung soll mit einer Laser-Verbindung hergestellt werden, die eine Bandbreite von 10 Gbit/s liefert. An dieser Technologie arbeiten die Facebook-Entwickler noch. 

Das Aquila-Projekt ist ein Teil der Facebook-Initiative internet.org, die den "restlichen zehn Prozent der Welt" Internet-Zugang verschaffen möchte, die bisher nicht darüber verfügen. Dabei habe Facebook im vergangenen Jahr bereits sieben Millionen Menschen in Kolumbien, Indien, Sambia und Tansania mit Internet versorgt. Die Initiative wird allerdings auch kritisiert, weil sie nur Basisdienste bietet und für Anbieter von Zusatzdiensten offen steht, die Geld kosten. Laut Facebook hat die Hälfte der Anwender, die den kostenlosen Dienst nutzen, innerhalb von 30 Tagen einen kostenpflichtigen Zusatzdienst gebucht.  

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