Strom sparender Computereinsatz hilft nicht zuletzt auch Kosten zu senken. ADMIN 02/2011 geht der Frage nach, was Administratoren tun können, damit ihre ... (mehr)

TCO-Berechnungen

In die TCO-Berechnungen flossen direkte wie indirekte Kosten ein. Zu den direkten Kosten rechnen die Anschaffungskosten für neue Hardware beziehungsweise die Hälfte davon als Aufrüstungskosten. Weiter die Aufwendungen für Installation und Integration der neuen Technik und ebenso die für Abholung und Entsorgung der alten. Da ein Teil der alten Geräte noch verwendbar sein dürfte und verkaufbar ist, sieht das Rechenschema auch Aufwendungen wie Erlöse für einen solchen Verkauf vor.

Indirekte Kosten entstehen etwa durch die notwendige Recherche im Zuge der Investitionsvorbereitung, gegebenenfalls durch externe Beratung, weiter durch die nötige Schulung von Mitarbeitern und Administratoren. Hinzukommen Betriebskosten und auch die Ausfallkosten, die eine Umrüstung der Hardware mit sich bringen könnte. Die Studie veranschlagt sie allerdings nie, weil man sie auch in der Realität unter allen Umständen vermeiden würde.

Umweltfreundlichkeit

Wie beurteilten die Forscher nun die Umweltfreundlichkeit jeder Lösung? Sie schreiben: "In Bezug auf die Umweltfreundlichkeit sollen die Computerbestandteile während eines kompletten Lebenszyklus eines Computers auf ihren Energieverbrauch und ihre CO2-Emissionen untersucht werden. Der komplette Lebenszyklus umfasst die Gewinnung der Rohmaterialien beziehungsweise die Bereitstellung der verwendeten Materialien, die Produktion der Einzelkomponenten und den Zusammenbau dieser Komponenten zu einem vollständigen PC, den Gebrauch des Gerätes und nach seiner Nutzung dessen Entsorgung mit Recycling und Deponierung der nicht verwertbaren Bestandteile."

Die Rechnung setzt dabei voraus, dass neue Technik grundsätzlich energiesparender arbeitet. Daraus leitet sich ein CO2-Einspareffekt ab. Legt man den deutschen Strommix zugrunde ( Abbildung 2 ), dann ergeben sich einer Greenpeace-Studie zufolge CO2-Emissionen von 550 Gramm pro Kilowattstunde. Von diesem Wert gehen die Berechnungen der Studie aus.

Abbildung 2: Aus diesen Quellen stammt der deutsche Strom. Seine Erzeugung kostet im Mittel 550 Gram CO2 pro Kilowattstunde.

Methodisch stützt sich die Studie sowohl auf die direkte Erhebung von Daten zu durchschnittlicher Ausrüstung, Stromverbrauch, Alter, Lebensdauer und Betriebsstunden der technischen Ausrüstung jeweils eines konkreten Unternehmens pro untersuchter Größenklasse, als auch auf Literatur- und Internet-Recherche. Dabei verglichen die Wissenschaftler und Studenten eine ganze Reihe verschiedener Quellen. Nicht selten standen dabei eigene Messergebnisse im Widerspruch zu Herstellerangaben.

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