Samba 4.3 veröffentlicht

10.09.2015

Die neue Samba-Version verbessert die Zusammenarbeit mit anderen Domain-Controllern, mit Windows 10 und mit OS X.

Die Samba-Entwickler haben Version 4.3 der freien Active-Directory-Implementierung freigegeben. Dabei haben sie die Unterstützung für Trusted Domains weiter verbessert. Dementsprechend beherrscht das Samba-Verwaltungstool nun diverse Befehle für das Management von Trusted Domains. Allerdings ist die Implementation noch unvollständig und erlaubt derzeit nur eine Konfiguration, in der sich beide beteiligte Domains vollständiges Vertrauen einräumen. Auch werden bisher keine SID-Filter (Security Identifier) angewendet.

Die neue Samba-Version unterstützt das SMB-Protokoll in Version 3.1.1, die auch von Windows 10 verwendet wird. Dabei gibt es einen neuen Verschlüsselungsalgorithmus, der derzeit aber nur optional verwendet wird, da das Verfahren AES-CCM-128 bessere Performance bietet. Dies könnte sich ändern, wenn die Entwickler wie geplant Hardware-Beschleunigung für AES-GCM-128 implementieren. Für OS-X-Rechner bietet Samba 4.3 die Integration des Spotlight-Suchdienstes. Dazu verwenden die Samba-Entwickler den Gnome Tracker, eine Suchmaschine für den Gnome-Desktop.

Ein neues Subsystem wird in der neuen Samba-Version dazu verwendet, die beteiligten Komponenten über Änderungen am Dateisystem zu benachrichtigen. Bisher fand dies über eine zentrale Datenbank statt, was sich aber als Engpass bei Cluster-Setups herausstellte. Der neue Ansatz sieht auf allen beteiligten Knoten einen Daemon vor, der sich um die Benachrichtigungen über Änderungen kümmert. Die Änderungs-Events werden zwischen den Cluster-Knoten ausgetauscht. Dies verbessert beispielsweise auch die Zusammenarbeit mit NFS.

Alle weiteren Änderungen sind in den Release Notes zu Samba 4.3 zu finden.

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